liebe Freundinnen und Freunde im deutsch-israelischen Jugendaustausch,
der zu Ende gehende Sommer scheint ertragreich für eine Vielzahl deutsch-israelischer Austauschprojekte gewesen zu sein – wir hoffen, Sie hatten gute Begegnungen, und wünschen Ihnen für weitere Planungen und neue Vorhaben mit Ihrem israelischen Partner gutes Gelingen!
For the English version, please see below!
Seit September 2007 gibt es die Möglichkeit, Kleinprojekte im deutsch-israelischen Jugendaustausch aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes zu fördern. Der Förderhöchstbetrag beträgt 1000 Euro. Die Antragstellung erfolgt formlos über die Zentralstellen.
Gefördert werden können Projekte, die ihrem Charakter nach die Voraussetzungen einer Begegnungen nicht vollständig erfüllen, aber inhaltlich in engem Zusammenhang mit dem deutsch-israelischen Jugendaustausch stehen.
Beispielhaft können folgende Arten von Projekten gefördert werden: Publikationen, Ausstellungen, Druckerzeugnisse, Konzerte und andere offene Veranstaltungen.
Wir freuen uns auf Ihre Anträge!
Weitere Informationen finden Sie hier.
Deutsche und israelische Fachkräfte in der Arbeit mit Freiwilligen und Ehrenamtlichen trafen sich in Berlin
Wir danken der Akademie für Ehrenamtlichkeit in Deutschland und Nadav - The Israeli Center for the Training and Management of Youth Volunteerism herzlich für die gute Kooperation.
Studienreise der Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit ConAct
Diese und andere Fragen stellten 24 junge Multiplikator/innen aus Jugendarbeit, Schule und Journalismus während der 10-tägigen Studienreise. Sie führten Gespräche mit überwiegend jüngeren Menschen aus verschiedensten Lebens- und Gesellschaftskontexten in Israel und lernten praktische jüdische und arabische Projekte für und mit Jugendlichen kennen. Die Möglichkeit, inhaltliche Anregungen für bestehende oder neue deutsch-israelische Kooperationen zu gewinnen, wurde dabei nachhaltig genutzt.
Wir danken der Bundeszentrale für politische Bildung für diese gelungene Kooperation und freuen uns auf ein nächstes gemeinsames Projekt dieser Art.
Die Freiwilligendienste im Kontext Deutschland – Israel werden bald besser zu finden sein: Wichtige Informationen zu Freiwilligendiensten in Israel (und den Palästinensischen Gebieten sowie in Deutschland für Israelis) sollen auf einer Website gesammelt zur Verfügung gestellt werden. In einem Workshop mit ehemaligen Freiwilligen verschiedener Organisationen werden hierfür Anregungen für wichtige Inhalte und Ideen für eine hilfreiche Gestaltung zusammengetragen. Ziel soll es sein, aus den Informationen eine Struktur für die Website zu entwickeln.
Wir freuen uns, wenn Ihre Organisation eine/n ehemalige/n Freiwillige/n zur Teilnahme entsendet, der/die in den letzten Jahren in Israel tätig war und Interesse an der Mitwirkung hat.
Das Anmeldeformular finden Sie anbei.
Wir bitten um Rückmeldung bis 2. November 2007.
Als pädagogische Mitarbeiterin ist Silke Graichen hinzugekommen, die sowohl mit der Arbeit von ConAct vertraut ist als auch selbst über intensive Erfahrungen im deutsch-israelischen Austausch verfügt.
Seit September hat Severine Pforr aus Roßlau, einer Stadt in der Nähe von Lutherstadt Wittenberg, ein Freiwilliges Soziales Jahr im Bereich Kultur begonnen.
Wir sind dankbar für die bisherige gelungene Zusammenarbeit im ConAct-Büro und freuen uns auf die Mitwirkung und Anregungen der neuen Mitarbeiterinnen!
Programm zum Aufbau neuer Projektpartnerschaften
Möchten Sie in den Jugendaustausch mit Israel einsteigen oder haben Sie Interesse, als Träger ein bilaterales Fachkräfteprogramm aufzubauen? Dann kontaktieren Sie uns und wir werden versuchen, eine passende Organisation auf israelischer Seite für das Austauschprojekt zu finden.
Um die potentielle Partnerorganisation jeweils vor Ort kennen zu lernen und zusammen Ideen für gemeinsame Begegnungsprojekte zu entwickeln, veranstalten wir im Frühjahr nächsten Jahres wieder das New Con-T-Acts – Match-Making-Seminar, welches einen Aufenthalt in Deutschland und Israel beinhaltet. Das Programm ist ein Kooperationsprojekt mit dem Öffentlichen Rat für Jugendaustausch in Israel.
Wir freuen uns auf Ihre baldige Kontaktaufnahme mit uns!
Aufstieg oder Fall?
Alijah und Migration in Deutschland und Israel
Das Jugendforum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft lädt interessierte Jugendliche und junge Erwachsene bis 35 Jahre zu seinem Herbstseminar ein. Die Einwanderung in Israel – Aliyah - und in Deutschland soll beleuchtet und diskutiert werden.
Eine Ausstellung der Amadeu-Antonio-Stiftung
Oft wird darüber diskutiert, woher der Rechtsextremismus in den neuen Bundesländern kommt. Erklärungen suchen Politik und Wissenschaft meist in sozialen Kontexten. Außer Acht gelassen wird jedoch häufig ein anderer Aspekt: Auch der Osten Deutschlands war Teil des nationalsozialistischen Täterlandes. Somit hatte auch die DDR sich mit seinem Erbe auseinander zu setzen. Der Staat aber erklärte die Bevölkerung zu einem Volk von Antifaschisten. Auch in den Familien oder Gemeinden fand in der Regel keine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit statt. So blieb der Bodensatz des Antisemitismus unangetastet. Doch bis heute hält sich der Mythos, es hätte in der DDR keinen Antisemitismus gegeben.
76 Jugendliche haben in acht ostdeutschen Städten zu diesem Thema geforscht. Sie haben Fragen gestellt und Fakten recherchiert: Wo befindet sich der jüdische Friedhof, und wo sind nach 1950 seine Grabsteine geblieben? Was wurde in der Regionalzeitung über Israel geschrieben? Und wie wurde öffentlich an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert? Ihre Ergebnisse werden in dieser Ausstellung präsentiert.
Die Ausstellung kann bei der Stiftung ausgeliehen werden. Weitere Informationen finden Sie hier.
Nava Semel, Persona Verlag, 2007.
Haben Erinnerungen eine Zukunft? Was geschieht mit ihnen, wenn die Menschen, die sich erinnern konnten, gestorben sind? Erinnerungen können viele Formen annehmen: Träume, Geschichten, Legenden, Mythen …
1999 bemüht sich eine israelische Schülerin, Hausaufgaben zu machen. Sie soll ihre Großmutter über deren Kriegserlebnisse in Polen befragen und darüber einen Aufsatz schreiben. Die Großmutter nimmt Zuflucht zu einer Legende: Die Ratte wünschte sich vom Schöpfer die Gabe des Lachens. Er gab nach, unter einer Bedingung: Wenn die Ratte eines Tages unter der Erde ein anderes Wesen lachen hört, dann wird auch sie lachen können. Hundert Jahre später versucht eine Anthropologin, den Ursprung des Mythos vom Mädchen mit der Ratte zu ergründen. Dieser Mythos, der in vielerlei Formen überliefert ist – z.B. in Internet-Gedichten oder Comics –, lässt die Forscherin nicht los. Schritt für Schritt deckt sie seine Entstehung auf: Im zweiten Weltkrieg versteckten polnische Bauern gegen Geld ein jüdisches Mädchen. Sie sperrten es in ein Erdloch, wo sein einziger Gefährte eine Ratte war, mit der es sich anfreundete. Ein Priester nahm sich schließlich des Mädchens an und übergab es bei Kriegsende einer zionistischen Organisation.
Diese zeitlich weit auseinanderliegenden Handlungsstränge bündelt Nava Semel zu einem komplexen Ganzen. "Und die Ratte lacht" ist ein bestürzendes, kühnes Werk, das sprachlich und inhaltlich neue Wege geht. Die hebräische Originalausgabe erschien 2001 und war ein großer Erfolg. Die gleichnamige Kammeroper, komponiert von Ella Milch-Sheriff und mit dem Libretto von Nava Semel, hatte 2005 in Tel Aviv Premiere und wurde bereits in anderen Ländern aufgeführt.
Nava Semel wurde 1954 als Tochter einer Auschwitz-Überlebenden und eines Widerstandskämpfers in Tel Aviv geboren. Nach dem Studium der Kunstgeschichte arbeitete sie als Kunstkritikerin und Journalistin, produzierte Fernseh- und Radiosendungen und veröffentlichte Gedichte, Theaterstücke, einen Roman und mehrere Erzählungen und Kinderbücher. Für Ihre Arbeit wurde sie mit zahlreichen internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet; »Die Braut meines Bruders« stand 2004 auf der Auswahlliste des Deutschen Jugendliteraturpreises.
Rückfragen und Anregungen sind jederzeit willkommen.
Ihr ConAct-Team
Die Arbeit von ConAct - Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit den Ländern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. ConAct arbeitet in Trägerschaft der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt.
Dear friends and partners in Israel,
in summertime, a lot of German-Israeli youth encounters seem to have taken place fruitfully – we hope you shared interesting projects and we wish good luck for next steps and new plans for projects with your German partners!
German and Israeli professionals working the field of volunteer guidance met in Berlin
We thank the Academy of Volunteering in Germany and the Israeli Center for Youth Voluntarism - Nadav for the good cooperation.
Study-visit to Israel in cooperation with the German Federal Agency for Civic Education
These and other questions were asked by 24 young professionals from the field of youth work and education in Germany during their study visit to Israel. They heard lectures of younger Israelis with different personal and societal backgrounds and got to know Jewish and Arab projects for and with young people involved. The project offered great opportunities to collect additional knowledge and new ideas to be used for German-Israeli cooperational projects.
We thank the German Federal Agency for Civic Education for this successful cooperation and look forward to a next common project.
Within future steps this internet platform shall also collect and perform information about volunteer services for (young) Israelis in Germany.
As a new educational coordinator Silke Graichen will join the ConAct-Team. She is both aquainted with the work of ConAct and has herself been actively involved in German-Israeli exchange projects for many years.
Since September 2007 a new volunteer is doing a one year service at ConAct: Severine Pforr comes from Sachsen-Anhalt and is finding her way into the issue of German-Israeli exchanges.
We are thankful for productive work processes within the ConAct-Team during the last years and we are happily looking forward to the engagement and participation of the new collegues – welcome!
Establishing new partnerships for exchange programmes
In order to continue the process of founding new partnerships we will try to match new requests for partnerships from Germany and Israel and have them get together in Spring 2008. Within a programme of 10 days the participants will at first spend 5 days in Germany and will afterwards go to Israel for 5 days, in order to develop and plan new and concrete exchange programmes together and at the same time get a sense of the other country. This will on both sides include visiting the concrete partner at his home town and organisation.
The programme will be performed in cooperation with the Israel Youth Exchange Council.
If you are interested, please contact the Israel Youth Exchange Council (http://www.youthex.co.il).
For further questions, please do not hesitate to contact us.
Yours sincerely
The ConAct - Team
The activities of ConAct - Coordination Center German-Israeli Youth Exchange
are supported by the Federal Ministry for Family Affairs, Senior Citizens, Women and Youth, in cooperation with the federal states of Saxony-Anhalt and Mecklenburg-Vorpommern. ConAct works connected to the Protestant Academy Saxony-Anhalt.
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