Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde im deutsch-israelischen Jugendaustausch,
der Sommer 2006 war ein schwerer Sommer für unsere israelischen Partner und Freunde. Der Krieg im Norden Israels und im Libanon hat viele Menschen das Leben gekostet, er hat Menschen physisch verletzt und psychisch belastet, er hat Gebäude zerstört und dazu geführt, dass Kinder, Jugendliche und Familien aus ihrem Alltag und aus ihren Häusern flüchten mussten. Unsere Gedanken sind bei den Menschen, deren Leben durch Terror und Gewalt vor Ort bedroht war und ist. Wir hoffen auf eine baldige und dauerhafte Stabilisierung der politischen Lage im Nahen Osten, in der auch Israel und seine Menschen in Sicherheit werden leben können.
Der Krieg war nicht ohne Auswirkungen auf den Jugendaustausch: Eine Reihe von Begegnungsprogrammen, die in den Sommerwochen in Israel hätten stattfinden sollen, mussten ausfallen. Gleichzeitig waren Begegnungen in Deutschland von besonderer Bedeutung mit der Möglichkeit für die israelischen Jugendlichen, eine ‚Pause’ von der angespannten Lage in Israel zu bekommen. In vielen Gesprächen mit deutschen und israelischen Partnern war unser Eindruck, dass der schwierige Sommer zwar kurzfristige ‚Löcher’ in den Rhythmus der Begegnungen gerissen hat, die Partner auf beiden Seiten jedoch um das baldige Nachholen der ausgefallenen Begegnungen bemüht sind.
In der jüdischen Welt und in Israel stehen die Feiertage vor der Tür: Wir hoffen, dass das neue Jahr ruhigere und sichere Zeiten bringen wird, und senden allen Freunden und Partnern gute Wünsche für Gesundheit und Glück im neuen Jahr – Shana Tova!
For the English version, please see below!
Kontakte pflegen im deutsch-israelischen Jugendaustausch
– trotz der Krise in Nahost
Anlässlich des fünfjährigen Bestehens von ConAct besuchte der Staatssekretär im Bundesjugendministerium, Gerd Hoofe, am 03. August 2006 das Koordinierungszentrum in Wittenberg. Sein Interesse war es zum einen, die in fünf Jahren gewachsene Arbeit von ConAct kennen zu lernen. Zum anderen wünschte er, sich in der aktuell angespannten Lage in Nahost über die Entwicklungen im deutsch-israelischen Jugendaustausch zu informieren. Es wurde deutlich, dass ihm gerade jetzt die Aufrechterhaltung von Kontakten zu den israelischen Partnern als besonders wichtig erscheint. In einer aktuellen Pressemeldung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ging dieser Wunsch an die Öffentlichkeit.
Pressemitteilung
Vor dem Hintergrund von etwa 220 für das Jahr 2006 geplanten, förderungswürdigen Maßnahmen erscheint die genannte Anzahl von Absagen aufgrund der aktuellen Situation nicht allzu hoch. Gleichzeitig konnten 14 weitere Programme der Warteliste für den Herbst 2006 in die Förderung aufgenommen werden. Ein Nachrücken von förderungswürdigen Austauschprogrammen für die verbleibenden Monate des Jahres 2006 ist noch möglich.
Erfahrungsaustausch und neue Perspektiven
Seminar zur Vernetzung
Seit Mitte der 60er Jahre arbeiten jährlich Hunderte junger Menschen aus Deutschland als Freiwillige in verschiedensten Organisationen und Einrichtungen in Israel mit. Neue Initiativen verfolgen die Einladung auch junger israelischer Freiwilliger zur Mitarbeit in der deutschen Zivilgesellschaft. Die langfristigen Freiwilligendienste sind ein fester Bestandteil der Jugendkontakte zwischen beiden Ländern, den es weiterzuentwickeln gilt. Zur Vernetzung und Diskussion aktueller Entwicklungen der Freiwilligenarbeit sind aktive Organisationen aus Deutschland und Israel zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch herzlich eingeladen.
Die Einladung finden Sie hier. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!
Nordrhein-Westfalen – Sachsen-Anhalt - Hessen
Die ConAct-Connect-Tage bilden im Nachgang zum schwierigen Austausch-Sommer 2006 das Angebot von ConAct, zur Diskussion dringlicher Fragen der Austausch-Arbeit zusammen zu kommen. Sie richten sich als Angebot zur Information und Vernetzung an Verantwortliche und Träger, die bereits im deutsch-israelischen Austausch aktiv sind, wie auch an neu Interessierte.
Die geplanten Orte sind Halle/Saale für die Region Sachsen-Anhalt, Düsseldorf für die Region Nordrhein-Westfalen und Frankfurt für den Raum Hessen. In Frankfurt wird das Angebot von ConAct in einen Tag der Internationalen Jugendarbeit eingebunden sein.
Informationen zu Programm und Anmeldung werden Sie in nächster Zeit auf unserer Website unter ConAct-Termine finden. Aktive Träger aus den verschiedenen Regionen werden zudem von ConAct nochmals schriftlich informiert. Alle am deutsch-israelischen Austausch Interessierten sind schon jetzt herzlich eingeladen!
Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie Interesse an dem Kalender haben!
Fast schon zur Tradition geworden ist die freiwillige Mitarbeit eines jungen Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr im Bereich Kultur bei ConAct. Derzeit ist die Freiwilligenstelle im FSJ Kultur noch zu vergeben; der interessierte junge Mann, der das Jahr anstelle eines Wehrdienstes bei ConAct mitwirken möchte, ist herzlich willkommen, sich bei uns zu melden!
Ende August 2006 hat Thomas Ehelebe aus Wernigerode nach einem aktiven Jahr seinen Freiwilligen-Dienst bei ConAct beendet. Er hatte in dieser Zeit neben vielen kleinen Dingen eigenständig 12 Gespräche und Begegnungen mit der Zeitzeugin Orna Birnbach in Schulen und Jugendeinrichtungen in Sachsen-Anhalt organisiert. Für seinen allzeit bereiten Einsatz und die Bereicherung, die er uns im Team und für die Arbeit war, danken wir ihm ganz herzlich!
Vor zehn Jahren ist in Ramallah der Vertrag über ein Zentrum für Begegnung und Verständigung zwischen jungen, politisch aktiven Menschen aus Deutschland, Israel und der Palästinensischen Autonomie geschlossen worden. Trotz schwieriger Jahre halten die Beteiligten – die deutschen Jusos, die israelische Meretz-Yahad-Jugend und die palästinensische Fatah-Jugend – daran fest, dass Frieden nur durch Gewaltverzicht und Dialog zu schaffen ist. Heute füllt die Arbeit eines zehnköpfigen Teams das Projekt mit Leben und verbindet zwischen jungen Menschen aus Ost- und West-Jerusalem.
Auf einer Veranstaltung im Deutschen Bundestag in Berlin gratulierte Außenminister Frank-Walter Steinmeier den engagierten Jugendlichen aller drei Gruppen und diskutierte mit ihnen über die täglichen Herausforderungen, trotz wiederkehrender Rückschläge im Friedensprozess aktive Verständigungsarbeit zu leisten.
Mehr Informationen zum Willy-Brandt-Zentrum finden Sie unter www.willybrandtcenter.org.
Aktive in der deutsch-israelischen Begegnungsarbeit aus der Region Berlin zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch zusammenbringen – das ist das Ziel einer neuen Initiative der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V., ISIS Berlin e.V. und International-Friends-Berlin. Gemeinsam mit anderen Interessierten möchten sie ein "Netzwerk Israelbegegnungen Berlin“ gründen, um gegenseitig von Erfahrungen, Kenntnissen und Kontakten zu profitieren. Alle Interessierten sind zu einem ersten Treffen am Dienstag, 26. September 2006, herzlich eingeladen!
'Frieden für Europa – Europa für den Frieden'
des Fonds 'Erinnerung und Zukunft'
Bis zum 15. Oktober 2006 können sich Partnerschaften von Schulen und Jugendgruppen aus Deutschland und Mittel- und Osteuropa oder Israel erneut um eine Förderung ihrer gemeinsamen Projekte durch den Wettbewerb 'Frieden für Europa – Europa für den Frieden' bewerben. Das Thema der Ausschreibung lautet in diesem Jahr: „Welche Männer und Frauen haben sich trotz Krieg und Diktaturen mutig für Menschlichkeit und Versöhnung, für den Frieden und die Wahrung von Menschenrechten eingesetzt?“
Der Wettbewerb 'Frieden für Europa – Europa für den Frieden' wurde anlässlich des 60. Jahrestages des Kriegsendes vom Fonds 'Erinnerung und Zukunft' initiiert und wird durchgeführt von MitOst e.V.
Informationen finden Sie unter www.frieden-fuer-europa.de.
Junge Menschen zwischen 16 und 35 Jahren, die sich für Israel, seine Menschen und seine Kultur interessieren, lädt das Jugendforum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zu einem deutsch-israelischen Seminar vom 06. – 08. Oktober 2006 nach Köln ein. Unter dem Motto „Zwischen Verteidigung, Globalisierung und Staatsverschuldung – Sozialpolitik in Israel und Deutschland“ werden gemeinsam mit den TeilnehmerInnen der Partnerorganisation aus Israel deutsche und israelische Zukunftsfragen diskutiert.
Verein zur Förderung der Jugendkultur e.V.
Im Dokumentarfilm "Die Judenschublade - junge Juden in D" kommen deutsche jüdische Jugendliche authentisch und "ungeschminkt" zu Wort. Junge Juden zeigen, wie sie heute in Deutschland leben, wie sie mit der Geschichte und der Shoa umgehen und sich mit dem Antisemitismus auseinander setzen. Der Einblick in den Alltag junger Juden in Deutschland gibt ein Bild, wie sie sich engagieren, ihren Glauben praktizieren, sich einsetzen für ein modernes, vielfältiges Deutschland.
Der Ansatz des Films ist es, keine Inhalte vorwegzunehmen, sondern Jugendliche die Inhalte weitgehend selbst bestimmen zu lassen. Die Jugendkultur - insbesondere die Musik - spielt eine große Rolle im Film. Die unterschiedlichen Lieblingsmusikrichtungen der ProtagonistInnen bilden die Basis für den eigens komponierten Soundtrack, ihre kulturellen Aktivitäten bilden einen wichtigen Grundpfeiler der filmischen Ästhetik.
Weitere Informationen und Bestellung des Films unter www.judenschublade.de.
Freiwilligendienste in Deutschland und Israel –
Erfahrungsaustausch und neue Perspektiven
15. – 17. November 2006
Lutherstadt Wittenberg
ConAct-Connect-Tage
20. – 24. November 2006
Halle/S. – Düsseldorf - Frankfurt/M.
Rückfragen und Anregungen sind jederzeit willkommen.
Ihr ConAct-Team
Die Arbeit von ConAct - Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Kooperation mit den Ländern Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. ConAct arbeitet in Trägerschaft der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt.
Dear friends and partners in Israel,
the summer of 2006 brought about a difficult and hard time for you in Israel. We have been following the news daily how the war in the North of Israel and Lebanon has injured and killed people, how it destroyed houses and threatened families who had to flee from their homes. Our thoughts are with those whose lives have been and still are endangered by violence and terror. We very much hope that now new ways and international support will lead to a more stable situation in the Middle East and that finally Israel will be able to exist in secure borders.
The war had its impact on the Youth Exchange: A number of programmes, which were meant to take place in Israel during the summertime, had to be cancelled. At the same time meetings in Germany were of special relevance, since they seemed to offer the Israeli youngsters a ‘pause’ from the pressure of the political situation. In a number of talks to German and Israeli partners we got the impression that the summer has drawn short term ‘holes’ in the rhythm of exchange plans but not caused greater damage – partner on both sides seemed to try to postpone meetings to the next possible time.
In the Jewish world and in Israel the Jewish holidays are coming up: We hope that the new year will bring about ways to peace and feelings of security. To all our friends and partners we send our good wishes for health and good luck in the New Year – Shana Tova!
Keeping in touch in German-Israeli exchange –
despite the crises in the Middle East
Given the number of about 220 planned supportable projects for 2006 the number of 20 cancellations related to the war seems not so great. At the same time some more 14 programmes from the waiting list could be included into funding.
Long-Term Volunteer-Services in Israel and Germany –
Current developments and new perspectives
15th - 17th November 2006 in Lutherstadt Wittenberg
Ever since the 60ies of the last century, hundreds of young Germans have served as volunteers in different organisations in Israel, mostly for a 12 months’ service. New are invitations to young Israeli volunteers being invited to serve in projects for civil society in Germany. The longterm voluntary services are an integral part of the youth contacts between Germany and Israel, which asks for further support. In order to strengthen the networking and discussion of new developments in longterm voluntary services involved organisations from Germany and Israel are welcome to participate in the seminar.
More information please find here (in German) or contact us.
Regional Days for Information & Networking in German-Israeli youth exchange
20th – 24th November 2006
Following the wish to inform about the possibilities, options and outcomes of German-Israeli youth and professional exchanges ConAct is offering information-days in different regions of Germany. German organisations already involved in youth exchange as well newly interested organisations are invited for a one-day exchange of experience, mutual information and current questions of German-Israeli youth exchange. An Israeli guest will accompany the ConAct-Team in order to inform about new developments in the fields of youth, society and politics within German-Israeli relations and exchanges. This autumn these seminar days will also offer the frame to be in touch regarding the current situation following the difficult summer 2006.
ConAct-Connect-Days will be taking place in Düsseldorf / Northrhine-Westphalia, in Halle / Saxony-Anhalt and in Frankfurt / Hessen.
Ten years ago, the German Jusos, the Israeli Mishmeret Tseirah shel Mifleget Ha-Avodah and the Palestenian Shabeebat Fateh signed an agreement to found a Willy-Brandt-Centre (WBC) in Jerusalem. This centre should enable equal encounters between German, Israeli and Palestinian youth and young adults. Despite the difficult years, today a team consisting of ten young Germans, Palestinians and Israelis takes part in the work of the WBC coordinated by the German side. Due to the current situation most of the activities are run on separate German-Palestinian and German-Israeli tracks.
On the celebration in the German Bundestag, Foreign Minister Frank-Walter Steinmeier congratulated the engaged young adults and discussed with them the daily challenges to do this active work of communication despite the throwbacks in the peace process.
More information about the WBC please find here.
‘Peace for Europe – Europe for Peace’ of the ‘Remembrance and Future’ Fund
More information can be find here.
For further information, please contact the German Forum.
Long-Term Volunteer-Services in Israel and Germany –
Current developments and new perspectives
15. – 17. November 2006
Lutherstadt Wittenberg
ConAct-Connect-Days
20. – 24. November 2006
Halle/S. – Düsseldorf - Frankfurt/M.
For further questions, please do not hesitate to conact us.
Yours sincerely
The ConAct-Team
The activities of ConAct - Coordination Center German-Israeli Youth Exchange
are supported by the Federal Ministry for Family Affairs, Senior Citizens, Women and Youth, in cooperation with the federal states of Saxony-Anhalt and Mecklenburg-Vorpommern. ConAct works connected to the Protestant Academy Saxony-Anhalt.
Druckvorschau
Top