Con-T-Act
 
Newsletter 6/2004
Koordinierungszentrum Deutsch-Israelischer Jugendaustausch
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Freundinnen und Freunde im Deutsch-Israelischen Jugendaustausch,
das Jahr 2004 nähert sich seinem Ende und für den Jugendaustausch war es ein besseres als die Jahre zuvor. Unserer Wahrnehmung nach haben wir das Tal der großen Unsicherheit mit Blick auf Planungen für Maßnahmen auch in Israel mehr und mehr überwunden. Bereits im Jahr 2003 fanden von insgesamt 120 durchgeführten Maßnahmen 40 Jugend- und Fachkräftebegegnungen wieder in Israel statt. Aufgrund unserer Beobachtungen der aktiven Planungen und Realisierung vieler Begegnungen im zu Ende gehenden Jahr 2004 hoffen wir hier auf ein ähnlich ermutigendes Ergebnis. Wir freuen uns über die wieder zunehmende Gegenseitigkeit der Besuche und die Kontinuität in den Partnerschaften, die hierdurch zum Ausdruck kommt.
Das nächste Jahr 2005, welches mit dem 40-jährigen Jubiläum der diplomatischen deutsch-israelischen Beziehungen ein besonderes auch für den Jugendaustausch ist, wirft seine Schatten mit allseits vielen Vorbereitungen voraus. Anfang des neuen Jahres werden wir die ConAct-Planungen für 2005, die vor allem im Zeichen des Jubiläums stehen werden, vorstellen.
Wir danken allen Partner/innen und Freund/innen für die nette, konstruktive und bedeutungsvolle Zusammenarbeit in diesem Jahr und wünschen Ihnen und Euch erholsame Tage zum Jahresende und eine leuchtende Weihnachtszeit!
 
Gemischter Fachausschuss 2004 tagte in Ramat Gan
Die jährliche Sitzung des Gemischten Fachauschusses für den deutsch-israelischen Jugendaustausch fand in diesem Jahr vom 21. – 26. November in Ramat Gan, Israel statt.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen jugendpolitische Entwicklungen in Deutschland und Israel, wobei auch Fragestellungen zur Integration jugendlicher Migrant/innen in Israel aufgegriffen wurden.
Mit Blick auf die aktuelle Situation im Jugendaustausch begrüßte der Fachausschuss, dass trotz der weiterhin schwierigen Situation etwa 65 % der beantragten Maßnahmen stattfinden konnten, darunter zahlreiche wieder auch in Israel. Für das Jahr 2005 empfiehlt der Fachausschuss, mehr als 190 Programme in die Förderung aufzunehmen.
Zentraler Diskussionspunkt war auch das 40-jährige Jubiläum der diplomatischen deutsch-israelischen Beziehungen im Jahr 2005: Der Fachausschuss würdigte die seit nunmehr 50 Jahren stattfindenden Begegnungen junger Menschen beider Länder in ihrer wegbereitenden Funktion dieser Kontakte. Er begrüßt alle für 2005 geplanten Aktivitäten, die die Bedeutung der jugendpolitischen Zusammenarbeit für das Jubiläum unterstreichen. In diesem Zusammenhang empfiehlt der Fachausschuss, in der Vorbereitung und Durchführung aller Programme jeweils einen inhaltlichen Teil dem Jubiläum zu widmen. Damit soll das Bewusstsein der Teilnehmenden darauf gelenkt werden, dass sie ein zentraler Baustein im gewachsenen Spektrum der deutsch-israelischen Beziehungen sind.
 
Zahlreiche neu entstandene Partnerschaften
Die Analyse eingereichter Projektanträge für das Jahr 2005 zeigt eine bemerkenswerte Anzahl neuer Projektpartner und Projektkooperationen: Von mehr als 190 förderfähigen Anträgen für das Jahr 2005 lassen sich 39 Erstmaßnahmen des deutschen mit dem jeweiligen israelischen Partner erkennen. Das ist erfreulich und macht Mut!
Erfreulich ist auch die Nachhaltigkeit, die wir mit Blick auf die im ConAct-Match-Making-Seminar hergestellten Partnerschaften wahrnehmen: Alle 9 der im Jahr 2003 initiierten Projektpartnerschaften haben im Jahr 2004 insgesamt 16 gemeinsame Begegnungen durchgeführt. Für das Jahr 2005 haben die meisten dieser Kooperationen erneut Anträge für Begegnungen in Deutschland und Israel gestellt und führen damit die offensichtlich gelungenen ersten Erfahrungen in der Zusammenarbeit fort.
News von Anderen
Internationale Jugendbegegnungsstätte Beit Ben Yehuda – Haus Pax in Jerusalem eröffnet!

Nach vielen Jahren der Planung und Vorbereitung wurde Ende Oktober 2004 die neue Jugendbegegnungsstätte der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste (ASF) im Jerusalemer Stadtteil Talpiyot eröffnet. Mit dem neuen modernen Gästehaus, das für 48 Personen Platz bietet, möchte ASF in den kommenden Jahren ihre Aktivitäten für eine pädagogische Qualifizierung und internationale Vernetzung von Begegnungsprogrammen mit Israel verstärken.
Interessierte sind herzlich eingeladen, das neue Gästehaus zu besichtigen und für die Begegnungen deutsch-israelischer Gruppen zu nutzen.

Kontaktaufnahme:
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste
Auguststraße 80
10117 Berlin

PM_EroeffnungBBY.pdf

 
Auf der Suche nach alten Kibbuz-Freunden?

''Vielleicht sind Sie mal mit einem Rucksack voll miefender Klamotten in Israel aufgetaucht, mit einer vagen Vorstellung über das, was Sie als Volontär in einem israelischen Kibbuz erwarten könnte. Vielleicht haben Sie zu zweit oder dritt in einer Volontärsunterkunft mit jungen Leuten aus Peru, Finnland oder den USA gehaust. Vielleicht haben Sie sich mit Händen und Füßen auf Englisch unerhalten, gemixt mit etwas Hebräisch, Spanisch oder Französisch. Vielleicht sind Sie dort am Samstagmorgen aufgewacht und haben sich gefragt: Habe ich da wirklich gestern Abend in einem Luftschutzkeller, der zu einer Land-Disco umfunktioniert wurde, auf Musik der 70er Jahre abgerockt? Vielleicht war die letzte Flasche Gold Star doch eine Flasche zu viel?''

KibbutzReloaded.com ermöglicht es, weltweit ehemalige Kibbuzmitvolontäre wiederzufinden. Geplant ist ein großes Treffen im Sommer in Israel.

KibbutzReloaded.com

ConAct-Buchtipp
Hadassa Ben-Itto: Die Protokolle der Weisen von Zion. Anatomie einer Fälschung

Die ''jüdische Weltverschwörung'' dient bis auf den heutigen Tag als Erklärung für Kriege und Revolutionen, Wirtschaftskrisen und Börsenkräche, Terrorismus und Aids. Immer wieder soll ein Buch als Beweis für diese Verschwörungstheorien dienen: ''Die Protokolle der Weisen von Zion''. Der Geschichte dieser ''Protokolle'' ist Hadassa Ben-Itto, die langjährige israelische UN-Botschafterin und studierte Juristin, in siebenjähriger Recherche auf den Grund gegangen. So ist ein Tatsachenbericht entstanden, der packender und spannender nicht erfunden werden könnte.
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Protokolle weiterhin veröffentlicht, vor allem im Nahen und Mittleren Osten und in den Ländern des kommunistischen Blocks. In vielen südamerikanischen Ländern, in Spanien, Italien und Japan erschienen neue Ausgaben. Die in den Protokollen verbreiteten Vorstellungen bilden einen zentralen Anknüpfungspunkt, nicht nur für die Leugnung der Ermordung der europäischen Juden, sondern auch um das Recht Israels auf einen eigenen Staat zu diskreditieren.

2002, Aufbau-Verlag, ISBN: 37 46 68 07 00





Rückfragen und Anregungen sind jederzeit willkommen.

Ihr ConAct-Team
 
Für Ihr Interesse herzlichen Dank!

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